China ist der Hauptverdächtige im Marriott-Hack, heißt es in dem Bericht

 Marriott International gab am 30. November einen Sicherheitsverstoß für 500 Millionen Kunden bekannt.
Marriott International gab am 30. November einen Sicherheitsverstoß für 500 Millionen Kunden bekannt.

Bild: Roberto Machado Noa / LightRocket über Getty Images

Was ist schlimmer: ein massives Finanzverbrechen oder eine jahrelange internationale Spionageoperation ?

China scheint sich als Hauptverdächtiger bei der Sicherheitsverletzung von Marriott zu etablieren, von der 500 Millionen Kunden betroffen waren, heißt es in einem neuen Bericht von Reuters. Sicherheitsermittler gaben an, dass die Techniken und Werkzeuge, die in dem Angriff vorhanden sind, frühere chinesische Hacks widerspiegeln.

Am 30. November gab Marriott International bekannt, dass ein Sicherheitsverstoß bei Starwood gefunden worden sei. Der Hack war umfangreich: Er hatte Auswirkungen auf die persönlichen Informationen von 500 Millionen Kunden und war vier Jahre lang unentdeckt geblieben.

Die Langlebigkeit des Angriffs ist ein weiterer Grund, warum Experten glauben, dass der Hack Teil internationaler Spionageaktivitäten gewesen sein könnte und nicht finanziell Kriminalität.

„Ein Hinweis, der auf einen Angreifer der Regierung verweist, ist die Zeit, in der die Eindringlinge im Netzwerk leise gearbeitet haben“, sagte Michael Sussman, ein ehemaliger Beamter des DOJ, gegenüber Reuters. "Geduld ist eine Tugend für Spione, aber nicht für Kriminelle, die versuchen, Kreditkartennummern zu stehlen."

Ein Hack dieser Art könnte benutzt worden sein, um Informationen über die Reise und den Aufenthaltsort von Marriott-Kunden zu sammeln. Bei mehr als 6.700 Objekten weltweit hätte der Hack, wenn es sich um Intelligenz gehandelt hätte, so etwas wie ein Tagebuch für die Treffen und Bewegungen hochkarätiger Menschen auf der ganzen Welt geliefert.

Die Untersuchung läuft jedoch weiter. Ermittler glauben, dass mehrere Angreifer gleichzeitig im Starwood-System gewesen sein könnten, was bedeutet, dass China möglicherweise nicht der einzige Täter ist.

Die Werkzeuge dürfen auch nicht ausschließlich China angehören. Einige der Techniken, die den Verstoß mit dem Nationalstaat in Verbindung bringen, wurden ebenfalls online gestellt. Es ist daher möglich, dass Hacker, die nicht an chinesischen Spionageanstrengungen beteiligt waren, diese ebenfalls verwendet haben.

China bestreitet Berichten zufolge die Vorwürfe, und Marriott hatte keinen weiteren Kommentar.

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