Deutsche 5G-Auktion gefährdet, wenn die Regierung Roaming fordert: FAZ

BERLIN (Reuters) – Eine deutsche Regulierungsbehörde sagte, die staatliche Versteigerung von Mobilfunklizenzen der fünften Generation (5G) könne sich verzögern, wenn die Betreiber Roaming in ländlichen Gebieten anbieten müssten, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Donnerstag.

DATEI FOTO – Die Menschen sprechen vor der ersten Demonstration der Technologie 5G in Lissabon, Portugal, 4. Juni 2018. Foto vom 4. Juni 2018. REUTERS / Rafael Marchante

Das Verkehrsministerium sagte jedoch, dass nationales Roaming nicht möglich sei auf eine europäische Bestimmung und daher nicht geplant. In einem von der FAZ zitierten Schreiben seien die Angaben aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Die FAZ hatte gesagt, die Regierung bezweifle Änderungen an den Auktionsanforderungen, die das obligatorische Roaming in ländlichen Gebieten mit uneinheitlicher Mobilfunkabdeckung vorsehen.

Die FAZ gab an, es sei ein Schreiben der Regulierungsbehörde der Bundesnetzagentur (BNetzA) an die Wirtschafts- und Verkehrsministerien zitiert worden.

In dem Schreiben von BNetzA heißt es, die vorgeschlagenen Änderungen der Auktionsforderungen könnten zu unvorhersehbar höheren Kosten für die drei Hauptbetreiber führen, berichtete die FAZ.

Das Verkehrsministerium sagte, es werde sich an den engen Rahmen halten, den die europäische Rechtsgrundlage für lokales Roaming vorsieht und den auch die BNetzA kürzlich in einer Entscheidung dargelegt hat.

"Die von der FAZ zitierte Passage wurde aus dem Zusammenhang gerissen und spiegelt nicht die restriktiven Anforderungen der Norm wider", sagte das Ministerium unter Bezugnahme auf den FAZ-Bericht.

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Festlegung von Regeln für 5G-Dienste, die angeschlossene Fabriken und drahtloses Breitband mit Strom versorgen könnten, war umstritten, was die Besorgnis widerspiegelt, dass Europas größte Volkswirtschaft, die von einer unübersichtlichen 4G-Abdeckung geplagt wird, möglicherweise weiter hinter den Konkurrenten zurückbleiben könnte.

Es wird erwartet, dass die drei wichtigsten Netzbetreiber Deutschlands – Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland – bieten, obwohl sie Bedenken hinsichtlich des Designs und der möglichen Kosten der 5G-Auktionen haben.

Jede Roaming-Anforderung könnte, wenn sie umgesetzt wird, einen neuen Markteinsteiger ohne ein eigenes entwickeltes Netzwerk anziehen, wie beispielsweise United Internet, das den virtuellen Mobilfunknetzbetreiber 1 & 1 Drillisch betreibt.

Die Netzwerkregulierungsbehörde hat im letzten Monat den Ball ins Rollen gebracht, um 5G-Lizenzen zu versteigern, eine 25. Januar-Frist für Einreichungen festzulegen und zu sagen, dass die Auktion Anfang 2019 beginnen würde.

Bericht von Michael Nienaber; Schnitt von Douglas Busvine und Edmund Blair

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